Es ist 5 vor 12 …
… oder: was einem ehrenamtlichen Tierschutzverein das Genick bricht.
Auch wenn es uns zum Heulen ist – mit folgendem Bericht wollen wir nicht auf die Tränendrüse drücken. Er stellt schlichtweg unsere momentane Situation dar, in der wir uns fragen müssen: Wie lange können wir noch so weitermachen?
Das Jahr 2020 – der Beginn einer schwierigen Zeit
Den Auftakt zu einer der kritischsten Phasen unserer Vereinsgeschichte markierte der Beginn der Corona Pandemie Anfang 2020. Was sich zunächst positiv auf die Vermittlungen auswirkte, kehrte sich schon bald um. Die Menschen mussten zurück an ihre Arbeitsplätze und hatten keine Zeit mehr für ihre neu angeschafften Tiere, geschweige denn für weitere Tiere, die auf ein Zuhause warten.
Zu dieser Zeit bahnte sich bereits ein anderes Unheil seinen Weg in die Welt: Der Ukraine Krieg begann und brachte Inflation und steigende Kosten in allen Lebensbereichen mit sich. Das bedeutet auch für Tierhalter, dass sie für den Tierarzt, Futter, Zubehör usw. tiefer in die Tasche greifen müssen.
Katastrophale Folgen für den Tierschutz
Die Auswirkungen dieser Umstände sind für uns als Tierschutzverein so verständlich wie verheerend: Sinkende Spendenbereitschaft, weniger Adoptionen, höhere Kosten für die medizinische Versorgung unserer Schützlinge.
In guten Jahren konnten wir bis zu 250 Tiere im Jahr mit ihren Familien zusammenbringen, aktuell sind es ungefähr 50. Die Einnahmen, die wir an unsere Partner in Spanien schicken konnten, bleiben aus. Vor Ort fehlt dadurch das Geld, um neu aufgenommene Tiere zu behandeln und zu versorgen. Kastrationsaktionen mussten vorübergehend eingestellt werden. Und doch bleibt das Tierleid konstant, jeden Tag treffen neue Notfälle ein.
Zudem haben wir die Verantwortung für unsere Schützlinge, die das Glück hatten, einen Pflegeplatz in Deutschland zu ergattern. Darunter sind einige kostenintensive Fälle, deren medizinische Versorgung wir als Verein finanziell tragen. So rutschen wir Monat für Monat tiefer ins Loch und in Richtung rote Zahlen.
Und es kommt noch dicker …
Der plötzliche Tod einer unserer Adoptantinnen brachte enorme Probleme für den Verein: 12 Katzen haben auf einmal ihr Zuhause verloren. Sie waren über Wochen auf sich allein gestellt und wurden lediglich gefüttert. Mit Hilfe einiger Mitglieder konnten wir bislang sieben Katzen eingefangen und auf Pflegestellen unterbringen. Alle mussten medizinisch behandelt werden. Die Kosten belaufen sich mittlerweile auf knapp 3.000 Euro und wir haben noch nicht einmal alle Katzen in unserer Obhut. Mehr zu diesem Fall erfahren Sie hier.
Dies ist nur ein Beispiel von vielen, die unseren Vereinsalltag prägen: Tierschutz ist in den meisten Fällen nicht schön und aktuell bekommen wir auch noch die existenzielle Grundlage entzogen. Wie es für uns weitergeht? Wir wissen es nicht. Was aber klar ist: Für den ehrenamtlichen Tierschutz ist es 5 vor 12!
Jede Hilfe ist willkommen
Es gibt viele Möglichkeiten, wie ihr uns unterstützen könnt. Sei es durch Spenden, als Pflegestelle, Flugpate, mit einer Patenschaft oder indem ihr Mitglied im Verein werdet.
Jeder noch so kleine Beitrag zählt für unsere Tiere in Not!
Mehr Informationen unter:

Unser Spendenkonto
Verwendungszweck: Spende
Unser Spendenkonto:
Tierhilfe Anubis e.V.
Volksbank Kurpfalz
IBAN: DE26 6709 2300 0033 1388 14
BIC: GENODE61WNM
Online Überweisung mit QR-Code

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