Am April war es endlich wieder so weit: Sybille und ich (Daniela) machten uns auf den Weg zu unserer diesjährigen Tierschutzreise nach Spanien, genauer gesagt nach Alicante und Orihuela, wo unsere Partner und Kolleginnen vor Ort unermüdlich für die Tiere kämpfen.
Unsere Ankunft verlief leider etwas anders als geplant. Einer unserer Tierschutzkontakte musste uns kurzfristig für den Sonntag absagen, und so starteten wir – begleitet von eher trübem Wetter – etwas ruhiger in unsere Reise als gewohnt. Doch wie so oft zeigte sich: Auch ungeplante Momente haben ihren eigenen Wert.
Montag – Besuch bei Edith
Am nächsten Tag führte uns unser Weg zu Edith auf ihre Finca. Nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage war der Weg dorthin diesmal nicht mit dem Auto passierbar – stattdessen erwartete uns eine kleine, abenteuerliche Wanderung. Was zunächst nach einer Herausforderung klang, entpuppte sich als wunderschöner Spaziergang durch die Natur.
Bei Edith angekommen, wurden wir herzlich empfangen – mit Tee, Kaffee und Kuchen. In vertrauter Atmosphäre tauschten wir uns über viele Themen aus, lachten, planten und nahmen uns natürlich ausgiebig Zeit für unsere Schützlinge Atilla und Stefan, die wir ordentlich durchknuddelten.
Nach einigen Stunden machten wir uns weiter auf den Weg zu Paqui und Marietta.
Engagement und „Women Power“ bei Paqui und Marietta
Wer uns kennt, weiß: Paqui und Marietta leisten Unglaubliches. Mit ihrer privaten Auffangstation und mithilfe Eurer Spendengelder ermöglichen sie jeden Monat zahlreiche Kastrationen – ein entscheidender Beitrag zum Tierschutz vor Ort.
Doch auch diesmal warteten wieder Notfälle auf uns. Einige Katzen benötigen dringend Hilfe, und mehrere Samtpfoten sind aktuell auf der Suche nach einem liebevollen Zuhause. Zwei von ihnen werden wir euch schon bald näher vorstellen.
Besonders beeindruckt hat uns, dass die beiden neue Gehege gebaut haben – mit eigenen Mitteln und vor allem mit unermüdlichem Einsatz. Was sie leisten, ist schlichtweg bewundernswert. Hier wird Tierschutz mit Herz, Verstand und ganz viel Frauenpower gelebt.
Dienstag – Unser Hauptprojekt in Orihuela
Am dritten Tag besuchten wir unser Hauptprojekt – das Shelter in Orihuela – und trafen dort Silvia. Wie jedes Jahr verschafften wir uns einen Überblick über die Situation, schauten uns alle Katzen an und überlegten gemeinsam, wo und wie wir am besten helfen können.
Einige Tiere werden wir wieder in die Vermittlung nach Deutschland übernehmen.
Besonders berührt hat uns das Schicksal von Asha. Sie wurde schwer verletzt gefunden – mit einem Geschoss im Rücken. Die Diagnose ist erschütternd: Asha ist querschnittsgelähmt. Und doch ist sie eine unglaublich liebe, sanfte und lebensfrohe Katze, die einen ganz besonderen Zauber ausstrahlt. Ihr findet sie auf unserer HP. Bitte helft mit, einen Platz für sie zu finden.
Für Asha suchen wir dringend ein Zuhause, in dem man ihr die Aufmerksamkeit und Fürsorge schenken kann, die sie braucht. Der Alltag im Tierheim wird ihren Bedürfnissen leider nicht gerecht.
Im Anschluss besuchten wir Silvia noch bei sich zu Hause, wo wir uns intensiv über strategische Themen im Tierschutz austauschten. Dabei wurde uns einmal mehr bewusst, unter welch schwierigen Bedingungen sie arbeitet: Silvia lebt nun seit über einem Jahr ohne fließendes Wasser, da sie sich die Reparatur ihres Wasseranschlusses schlichtweg nicht leisten kann. Eine kaum vorstellbare Situation – insbesondere, wenn man bedenkt, dass sie sich gleichzeitig um zahlreiche Katzen kümmert und immer wieder akute Notfälle auch bei sich privat aufnimmt.
Umso größer ist unser Respekt vor ihrem unermüdlichen Einsatz. Gleichzeitig ist für uns klar: So kann und darf es nicht bleiben. Es ist nicht zumutbar, unter solchen Umständen zu leben und gleichzeitig so viel Verantwortung zu tragen. Wir werden uns Gedanken machen, wie wir Silvia hier gezielt unterstützen können – denn helfen möchten und werden wir auf jeden Fall.
Mittwoch – Ein Tag zum Durchatmen
Am Mittwoch, dem Tag vor unserer Abreise, trafen wir Ana und gönnten uns einen kleinen Moment der Ruhe. Gemeinsam verbrachten wir einen freien Tag in Murcia – ein kurzer, aber wertvoller Ausgleich zu den emotional intensiven Tagen zuvor.
Am Abend ließen wir unsere Reise bei einem gemeinsamen „Anubis-Abschlussessen“ ausklingen – zusammen mit Silvia, Ana, Carolina, Sybille und mir. Es war ein schöner Moment des Innehaltens, des Austauschs und der Dankbarkeit.
Donnerstag
Abreise – und vier kleine Leben im Gepäck
Am Tag unserer Abreise konnten wir vier Katzen mit nach Deutschland nehmen:
- Magnus, der bereits eine Pflegestelle hat
- sowie die drei blinden Katzen Cedrik, Camala und Carlo, die ebenfalls auf einer Pflegestelle untergebracht werden
Jede einzelne dieser Katzen bekommt nun die Chance auf ein besseres Leben – und genau dafür machen wir diese Reisen.
Danke von Herzen
Zum Schluss möchten wir vor allem eines sagen: Danke.
Danke an all unsere Unterstützerinnen und Unterstützer, die diese Arbeit überhaupt möglich machen. Ohne eure Spenden, eure Hilfe und euer Vertrauen könnten wir all das nicht leisten.
Danke auch an unsere Partner vor Ort, die Tag für Tag über sich hinauswachsen und niemals aufgeben.
Und danke an alle, die unseren Weg begleiten, teilen und mittragen.
Gemeinsam können wir so viel bewegen. 💛
Impressionen

























