Steckbrief

ameJanus
Geburtsdatum06.02.2014
GeschlechtMännlich
RasseMischling
Größeca. 66 cm
Farbeweiß
Herkunftsland Spanien
Aufenthaltsort48361 Beelen
wartet seit07.10.2019
Charakter/Temperamentein Schmusebär – hat aber auch seinen eigenen Kopf
familientauglichJa
mit Hunden verträglichJa mit Hündinnen
mit Katzen verträglichnicht bekannt
stubenreinJa
kastriertJa
Krankheiten / Handicaps
Mittelmeerkrankheiten getestetJa, negativ getestet
Videohttps://youtu.be/8WvrogVtjys
https://youtu.be/u_qnqSnB8dY
https://youtu.be/87xG9Ybkd8w
https://youtu.be/FsQUG3Gqp2k
https://youtu.be/XDhAaSQ7mCI
Schutzgebühr450,00 €
KontaktSusanne Tölle (05233 3690, famtoelle@t-online.de)


Beschreibung


Über Janus Herkunftsgeschichte wissen wir nicht viel. Er kam als Junghund aus Griechenland und lebte als Pflegehund bis er, einige Monate später, von einer Familie adoptiert wurde, die allen Anforderungen gerecht wurde.
Leider trennte der Mann sich schon kurze Zeit später von seiner Familie und Janus blieb mit Frauchen und den 2 Kindern zurück.
Die Situation war nun eine komplett Andere.
Sein Frauchen fühlte sich aufgrund seiner körperlichen Kräfte schnell überfordert und um kein Risiko einzugehen, gab es nun keine Spaziergänge mehr. Davon haben wir leider nichts gewusst. Erst 4 Jahre später wendete sich die Frau hilfesuchend an uns. Die Situation hatte sich weiter verschlechtert und der Verkauf des Hauses stand an.
Ich besuchte Janus dort und lernte einen sehr unsicheren, traurigen Hund kennen. Erst jetzt erfuhr ich, dass der Janus die letzten 4 Jahre ausschließlich im Wohnzimmer und im Garten verbracht hatte.
Der Garten war blickdicht eingezäunt und Janus hatte eine Hundeklappe wodurch er selber entscheiden konnte, wann er nach draußen wollte. Seine Bezugsperson waren sein Frauchen und die alte Hündin, die ebenfalls dort mit ihm lebte.
In die neue Wohnung durfte Janus nicht mit. Er brauchte ganz dringend ein neues Zuhause.
Leider hatte Janus in den vergangenen Jahren nicht lernen können Menschen zu vertrauen. Er zeigte ein starkes Meideverhalten, ging jedoch nach vorn, wenn man ihm zu nahe kam.
Ein Herdenschutzhund mit seiner Kraft  hat ohnehin schon schlechte Karten vermittelt zu werden. Aber durch sein Verhalten wurden die Chancen auf eine neue Familie noch mal deutlich verschlechtert.

Aber Janus sollte Glück haben. Wir fanden eine Gruppe von Menschen, die in einer solidarischen, ökologischen Gemeinschaft leben und sich u. a. den Tierschutz auf ihre Fahne geschrieben haben.
So kam der Tag des Umzuges.
Wäre es eine Glücksgeschichte mit Happy End, auf das wir alle gehofft hatten, wäre die Geschichte jetzt zu Ende.
Leider ist sie das nicht.
Durch die vielen Menschen, Hunde und Katzen die dort leben ist unser Janus permanent überfordert.
Er liebt seinen Menschen, den Mike über alles. Da wird gekuschelt und es werden gemeinsam lange Spaziergänge unternommen.
Aber wir möchten natürlich auch dass der Janus sich auf dem Gelände frei bewegen kann. Denn der Mike muss beruflich viele Stunden außer Haus. Es war bereits im Vorfeld geklärt worden, wer sich wann kümmert, damit der Janus nie lange allein sein muss. Aber der Janus hat seinen eigenen Dickkopf.
Er wartet todtraurig darauf dass sein Freund von der Arbeit zurückkommt und liegt nur teilnahmslos in der Wohnung. Selbst die ständige Möglichkeit nach draußen zu gehen, was er sonst so liebt, nutzt er nicht.
Es gab reichlich Versuche ihn zu motivieren, aber es sieht so aus als ob der Janus nur seinen Mike braucht und keine weiteren Freundschaften zulässt. Inzwischen hat er bereits nach einer Hand geschnappt die ihm freundschaftlich hingehalten wurde.
So manche Hunde auf dem Gelände findet er ebenfalls richtig doof.
Dazu kommt noch, dass er sich noch angewöhnt hat, stundenlang bei jedem Reiz zu bellen.
Es gehört nicht viel Fantasie dazu, zu erahnen, dass natürlich die Menschen dort von ihm genervt sind. Manche Kinder haben Angst vor ihm, was die Situation nicht besser macht.
Janus trägt nun auch einen Maulkorb um die Sicherheit der dort lebenden Menschen und Tiere zu garantieren.
Aber auch ohne Maulkorb kann er mit seinem Gewicht natürlich für Kinder gefährlich werden.
Ob er die Absicht hat dies zu tun wissen wir natürlich nicht. Aber da geht Sicherheit vor und es werden keine Experimente gemacht.
 
Dies alles hat zur Folge, dass der Janus immer weiter aus dem normalen Leben entfernt wird.
Das ist definitiv nicht was wir für ihn wollen.
Viele Gespräche untereinander und mit Hundetrainern wurden geführt um eine neue Strategie zu entwickeln.
Wir haben jetzt begonnen, inklusive der ganzen Gemeinschaft vor Ort, mit ihm zu arbeiten und ihm die Welt noch mal neu zu erklären.
Ob es gelingt wissen wir nicht. Wir werden regelmäßig Videos einstellen, damit der Prozess beobachtet werden kann.
Und vielleicht meldet sich jemand, der Janus so sieht wie er ist. Ein Hund der unendlich viel Pech hatte, aber trotzdem kein Ungetüm ist.
Wir wünschen uns ein ruhiges Zuhause, indem er zur Ruhe kommen kann.
Ein Zuhause mit einem Hof den er bewachen darf und wo er als der tolle Hund wahrgenommen wird der in ihm steckt.

Janus wird geimpft, gechipt und kastriert vermittelt.